Bewährungshilfe

Betriebliche Altersvorsorge

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Betriebliche Altersvorsorge

Das geht doch besser, oder?

Ein wichtiges Thema in der Arbeitswelt ist neben Gutem Geld für Gute Arbeit, einer guten Arbeitszeit und guten Arbeitsbedingungen auch eine gute Altersvorsorge. Warum? Seit der Rentenreform 2001 gilt in Deutschland ein „Drei-Säulen-Modell“. Unter diesem Begriff versteht man den Ansatz, dass sich das Einkommen von Beschäftigten im Ruhestand aus drei Bestandteilen zusammensetzt: der gesetzlichen Rente, einer betrieblichen Altersversorgung und privater Altersvorsorge. Die Folge ist, dass das gesetzliche Rentenniveau kontinuierlich sinkt, die Rente nicht mehr die Lebensleistung widerspiegelt.

ver.di hat mit anderen Gewerkschaften gegen diesen Paradigmenwechsel in der Alterssicherung protestiert. Die Politik hat aber das Drei-Säulen-Modell durchgesetzt.

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Die Bundesregierung hat im Frühjahr 2018 eine Kommission unter dem Namen „Verlässlicher Generationenvertrag“ eingesetzt – darin sind die Gewerkschaften vertreten. Diese Rentenkommission soll alle drei Säulen der deutschen Alterssicherung überprüfen: die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Versorgung und die private Vorsorge. Im März 2020 hat die Kommission Vorschläge vorgelegt, wie die Alterssicherung ab 2025 geregelt wird. Unser Dachverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund hat zur Rentenkommission Stellung bezogen.

Für ver.di ist klar: Das Rentenniveau soll nicht nur stabilisiert, sondern muss um einen weiteren Schritt wieder angehoben werden.

Aber wir können uns nicht allein auf die Politik verlassen.
Können wir uns auf den Arbeitgeber verlassen?

Der Arbeitgeber BGBW ist nach dem Betriebsrentengesetz verpflichtet dem Wunsch nach Entgeltumwandlung nachzukommen. Allerdings kann der Arbeitgeber selbst entscheiden, welche Anlageform bzw. welchen Durchführungsweg er dem Arbeitnehmer anbietet, um die Entgeltumwandlung zu ermöglichen.

Die BGBW bietet eine sog. Direktversicherung über die Zurich Versicherung an. Und die wirbt sogar mit 5-Sterne: „Ihr Kapital wird bei fünf renommierten deutschen Versicherern angelegt. Diese Streuung ermöglicht Ihnen attraktive Überschüsse bei gleichzeitig hoher Sicherheit.“ (Quelle: Homepage www.zurich.de). Viel Mühe hat man sich von Arbeitgeberseite da nicht gegeben.

Warum?

Schaut man sich den Vertrag genauer an, und das hat ein Experte für Betriebliche Altersvorsorge im Rahmen eines ver.di Bildungszeit-Seminar mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemacht, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass Beschäftigte erst ab dem 16 Jahr (!) wirklich etwas von den gesetzlich zugesichertenHöchstzins (max. 1,75%, heute nur noch 0,9%) erhalten. Davor wird der Verwaltungsapparat und die Rendite der Zurich Versicherung gespeist. Auch die BGBW spart! Der Arbeitgeber spart etwa 20 Cent Sozialabgaben bei jedem Euro, der in die Direktversicherung umgewandelt wird.

Das geht doch besser, oder?